Apfelernte

27.10.2013 - 30.10.2013

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Wir kommen am Sonntag Abend und sind zu viert, inklusive ein Kind. Die Ferienwohnung in Sambach ist gerade gut besetzt. Es gibt eigentlich kein freies Zimmer. Die Leute (ein Brasilianer und ein neuer Mitarbeiter, den wir vom letzten Jahr kennen) sind sehr nett und bringen uns in ihren Zimmer unter. Zwei schlafen in der Küche.


Am Montag fangen wir an Äpfel zu pflücken. Sie befinden sich an einem Feldweg. Die Stelle ist ziemlich offen und der Wind kann sich mit seiner vollen Kraft entfalten - Böen bis zu 80 km/h. Es ist nicht möglich Bananenkisten draußen liegen zu lassen, weil sie sofort in Windrichtung verschwinden. Ja, wir haben eine Kiste so verloren, konnten sie nicht retten. Wer kann schon mit 80 km/h rennen? Also die Kisten bleiben im Auto, das wir ein Mal schieben mussten, weil der Boden sehr feucht war. Auf dem Baum muss man sehr vorsichtig sein und sich gut festhalten. Das schaffen die Äpfel irgendwie sehr gut. Es liegt bestimmt an der Sorte - wir pflücken Landsberger Renette. Eine gute Sorte zum sofortessen, die süß und aromatisch ist. Wir trennen die Äpfel wieder in drei Qualitäten - Lagerung, Lieferung und Saft. Wir arbeiten solange es hell ist, aber der Wind weht weiter... Wir sind froh ins Warme zu gehen und uns zu entspannen.


Am Dienstag gibt es zunächst Probleme mit der Autobatterie. Wir gehen zu den Pflaumen im Stadtgarten und stellen fest, dass es keine Pflaumen auf den Bäumen mehr gibt, alle sind auf dem nassem Boden. Wir wollen trotzdem ein letztes Mal für alle sammeln. Eine gute Menge kommt zusammen, die Pflaumen sind eigentlich frisch vom Wind geschüttelt, das spart uns sogar Arbeit!
Am Nachmittag fahren wir zu den Birnen, wo wir letztes Mal für Saft gesammelt haben, da muss noch einiges liegen. Wir sammeln für die Lieferung die Birnen von zwei Bäumen. Auch diesmal geht nicht ohne Motorsäge, zuerst müssen die Büsche weg, damit wir an die Birnen rankommen. Gleich ist es wieder dunkel, der Wind ist heute etwas schwächer, und wir fahren ins Warme. Ah, und das Auto muss noch für morgen früh vorbereitet werden...


Am Mittwoch früh fahren wir zuerst zur Mosterei und geben die gesammelten Äpfel für Saft ab. Das sind 9 Kisten (etwa 150 kg), die wir eigentlich verschenken. Vielleicht werden sie dann in der Saftrechnung gutgeschrieben, das entscheidet die Mosterei. Wir haben im Auto noch Platz frei und nehmen eine Palette (64 Kisten) vom neuen Saft nach Berlin mit. So fahren wir weiter nach Taucha mit einem weit über die zulässige Grenze überladenem Auto, um noch Gemüse zu holen, wie schön, dass die Ingenieure so großzügig gerechnet haben!
In Taucha ernten wir Feldsalat und Paprika, entfernen die Stege und hacken die Gehwege zwischen den Kulturen. Wir beteiligen uns an der Aktion „Steine lesen”, dafür haben die Leute vom Betrieb unser Postelein und Rucola gehackt. Wir ernten gut 1 kg pro qm Feldsalat, was schon ein sehr guter Ertrag ist. Erstaunlich ist auch, dass der Feldsalat so schnell gewachsen ist, den haben wir am 4. Oktober gepflanzt. Ja, die Tage waren warm. Gegen 19 Uhr fahren wir los, zuerst zum Florahof, um Spitzkohl und Postelein mitzunehmen, und dann nach Berlin.



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