Baumschnitt in Schleinitz

22. - 25.02.2018

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Von Leipzig aus mache ich mich mit dem Zug auf ins unbekannte Mittelsachsen. Der Zielbahnhof ist Döbeln und die Strecke schlängelt sich an der Freiberger Mulde entlang. Es ist ein strahlender Tag mit viel Sonne, etwas frostig. Torsten aus Leipzig, ein ausgebildeter Gärtner und erfahrener Baumschneider, treffe ich im Zug. In Döbeln holt uns Simon mit dem Auto ab, wir sammeln noch Sophia aus Halle ein, und fahren 14 km bis zur Apfelanlage bei Schleinitz. Die Landschaft ist ein bisschen hügelig, das Dörfchen hat ein kleines Schloss.


Wir rüsten uns mit Gurten, Kabeln und Akkus aus, denn wir benutzen elektrische Scheren zum Schneiden der Bäume. Simon führt uns kurz in die Arbeit ein. Die Bäume sind ca. 2m hoch, stehen in Reihen, man nennt das Spalierbäume. Zwischen einigen Reihen liegt schon das Schnittgut, das zum Schluss von einem Mulcher eingesammelt und zerkleinert wird. Wir dürfen schnell drauf los schneiden. Um alles zu schaffen und unsere Arbeitskraft gut zu nutzen, wollen wir nicht über jeden Zweig diskutieren. Wenn etwas zu viel weggeschnitten wird, ist es nicht schlimm. So ergibt sich eine gute Arbeitsteilung. Simon geht mit der Motorsäge voran, Sophia und ich schneiden in der Mitte, Torsten kümmert sich um die Kronen.


Zur Mittagspause packt Simon stolz seine selbst gekochte Kürbissuppe aus drei Decken und einem Wärmebehälter aus. Wir genießen die warme Suppe und ein Sonnenbad. Sophia bekommt an diesem Tag sogar einen kleinen Sonnenbrand - im Februar! Wir schaffen an diesem Tag zwei Reihen und sind sehr zufrieden mit der Arbeit. Gegen 17h packen wir die Sachen ein. Torsten und Sophia fahren zurück nach Leipzig. Ich kehre mit Simon zusammen bei Angelique in Dresden ein und schlafe früh ein, wie ein Stein.


Am nächsten Tag brechen wir nach einem guten Frühstück gegen 10h wieder nach Döbeln auf. Mit dem Zug kommen Sophia und Torsten, dazu noch Thomas aus Halle. Das Schneiden geht noch besser, meine Hand wird nicht so schnell müde. Ich stelle mir schon ein Erntewochenende mit 30 Helfern oder mehr auf der großen Anlage vor. Das wird ein wunderbarer Spaß! Frisch geschnittene Bäume tragen allerdings meist erst im nächsten Jahr nach dem Schnitt, heißt es. Und noch ist die Arbeit auch nicht fertig. Hoffentlich schaffe ich es, im April noch einmal zur Anlage in Schleinitz mitzufahren! Es sind noch einige Einsätze nötig, um allen Bäumen genug Licht, Luft und Platz zu schaffen.


Christiane (Friedenau)



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