Möhrenernte auf dem Florahof

18. Oktober 2014

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Es wird der erste Arbeitseinsatz auf dem Florahof sein und im Vorfeld ergibt sich einige Aufregung: Es melden sich viele Menschen an - wie schön! Hartmut macht sich Gedanken, wie alle zum Feld transportiert werden können. Die Lokführer möchten streiken und die Erntehelfer machen sich Sorgen, wie sie nach Potsdam fahren können. Mit Autos und ein bisschen Improvisation schaffen es die meisten dann nach Potsdam und mit dem Traktor fahren wir zum Feld. Auf Strohballen sitzen wir auf dem Anhänger, lassen uns den Wind durch die Haare wehen und genießen den offenen Blick auf die Umgebung von ziemlich weit oben.


Mit viel Schwung stürzen wir uns auf die Möhrenreihen und ziehen die Rüben heraus. Weil der märkische Sandboden so weich ist und Hartmut mit dem Traktor die Reihen gelockert hat, geht es ganz einfach. Und es ist eine sehr überraschende Arbeit. Jede Möhre ist anders, so viele verschiedene Formen. Es gibt: faule Möhren (bitte aussortieren!), angeknabberte Möhren (die Mäuse huschen immer wieder übers Feld), ganz ausgehöhlte Möhren (daraus machen die Kinder Blasinstrumente), majestätische Möhren (groß und dick), ganz kleine zarte Möhren (die schmecken am besten, aber wie findet man sie in der großen Masse wieder?) und wunderbare Verbindungen: Möhren, die sich wie Verliebte innig umarmen oder Dreiergruppen ineinander und miteinander verwurschtelt. Wir sehen die verschiedensten Gestalten in den Möhren und jede*r findet seine persönliche Lieblingsmöhre.


Bei dieser Arbeit vergeht die Zeit wie im Flug und schon haben wir eine Tonne Möhren geerntet! In einer Stunde! Es kommen noch später aufgestandene Helfer dazu und bei der Mittagspause freuen wir uns über das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Simon und Angelique bringen Kaffee und heißen Tee vorbei (Vielen Dank!), der gut wärmt, denn der feuchte Boden macht die Hände ein bisschen klamm.


Das Wetter spielt aber gut mit und am Abend werden wir auf der Heimreise mit einem wunderbaren roten Sonnenuntergangshimmel und schönen Farbspielen im goldenen Herbstlaub belohnt - für sechs Tonnen geerntete Möhren! Bei so einer riesigen Ernte stellen die mitarbeitenden Kinder voll Staunen fest: „So viele Möhren haben wir noch nie gesehen!” Hartmut und die anderen vom Florahof staunen auch und freuen sich: „Alle Möhren geerntet - wo ist nun die Arbeit für die nächste Woche?”


Christiane (Friedenau)










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